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Atmen und Gähnen

6. Mai 2009

Kürzlich las ich in einer der aufgezeichneten Lektionen von Feldenkrais –sollte nun jemand während dieser Lektion gähnen müssen- dass unpassend, für diese Lektion eben ‚falsch‘ geatmet wurde.

Das führte prompt zu der Frage, wann ist gähnen gut, wann nicht?

Einerseits wird eben gesagt Gähnen entspannt den ganzen Brustkorb-, Schultern-, Hals- und Kieferbereich. Das sollten wir öfter machen, um die Spannung beispielsweise nach diesen 6 Stunden am Schreibtisch wie bei mir heute loszuwerden …

Andererseits heißt es der Impuls zu gähnen kommt, wenn die Nervenzellen im Gehirn eine leichte Unterversorgung mit Sauerstoff haben und so der Organismus wieder die Atmung anregen will.

Von mir kenn ich das Gähnen sehr gut, es war immer ein Hinweis, dass meine Nervenzellen ihr Arbeitspensum vorerst erreicht haben und dringend eine Pause brauchten. Naja, ehrlich gesagt, ist es immer noch, allerdings sind meine Nervenzellen ja inzwischen wieder fitter und melden sich nicht mehr alle 2 Stunden 😉 !

In dieser speziellen Lektion von Feldenkrais weist er an, während der einzelnen Schritte recht kurz zu atmen, keineswegs absichtlich (und mit Anstrengung) tief. Sein Hinweis geht dazu, mit diesen kurzen Atemzügen trotzdem ein Atemvolumen von 4 Litern zu erreichen. Auch in dieser Ruhelage auf dem Rücken oder im Sitzen. Er möchte die Atmung verstärken, damit zu jeder Zeit die Sauerstoffversorgung optimaler ist. Daher ist es verständlich, dass Gähnen als Hinweis auf geringeren Sauerstoffgehalt im Blut oder gar auf erschöpfte Nervenzellen nur bedeuten kann, dass die Person zuwenig oder zuviel gemacht hat.

So bleibt mir erstmal ein Fragezeichen zu der ‚Wohltat‘ des Gähnens, denn ich habe meine Atmung und all die dabei beteiligten Muskeln so locker während dieser (und den darauf aufbauenden Lektionen) erlebt, dass dies eine wesentlich größere Wohltat war als es jemals Gähnen sein kann!

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